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Geldstrafe
Am 20. Juni 1930 schlossen sich 14 gleich gesinnte, aber unorganisierte Paddler zusammen und gründeten im Restaurant „Wasserfreunde“ in Heiligensee an der Havel den „Heiligenseer Kanu Club“. Zu dem Restaurant gehörte ein Bootsschuppen, in dem die HKC’er 20 Bootsstände, jedoch ohne Club- und Umkleideräume, für 66 RM (nach altem Umrechnungskurs würde das jetzt etwa 3,30 Euro ergeben) mieteten.

Nach Anschluss an den „Deutschen Wassersportverband“ beteiligte man sich bald an ausgeschriebenen Regatten. Im Herbst 1931 suchte man sich ein neues Domizil. Es wurde ein ehemaliges Sägewerk gefunden und für monatlich 35 RM vom späteren Ehrenmitglied des HKC, Herrn Carl Dirk, gemietet.

Nun begannen die regen An-, Um- und Neubautätigkeiten des Vereins. Über das Bauen wurde jedoch der Wassersport niemals vergessen. Die ersten sportlichen Erfolge erzielten Bruno Schütte und Jakob Münnich.

Das zweite Cluphaus vom HKC: das Sägewerk 1931

Die ersten 1931


0,30 RM Geldstrafe

Man fand ein Vereinslokal, die „Sturmecke“. Hier fanden nun die Mitgliederversammlungen statt. Für das Fernbleiben wurden 0,30 RM als Geldstrafe erhoben. Wie schön, dass auch unsere Vorgänger ihre Schwächen hatten.1933 wurden die deutschen Wassersportverbände im „Reichsbund für Leibesübungen“ integriert.

Langsam erhöhten sich die Mitgliederzahlen. Neben dem Renn- und Wandersport kam auch gesellschaftliches Leben im Verein nicht zu kurz. Bis zum heutigen 75jährigen Bestehen führt der HKC regelmäßig Stiftungs- und Sommerfeste, „Italienische Nächte“, Osterfeuer, Herbstwanderungen und auch gemeinsame Wanderfahrten durch.
Nachdem die Vorsitzenden Rolos, Schütte, Wolter und Ross in den ersten Jahren die Geschichte des HKC gelenkt hatten, übernahm im Dezember 1934 der Sportkamerad „Jac“ – Jakob Münnich – den Vorsitz im HKC. Es begann eine über 40 Jahre hinweg wohl einmalig erfolgreiche Tätigkeit als Vereinsvorsitzender.

In den ersten 17 Jahren seiner Tätigkeit als Vereinsvorsitzender konnte er sich stets auf seinen Vertreter Bruno Schütte verlassen, der im Jahre 1951 viel zu früh verstarb. Als Auszeichnung für seine verdienstvolle und hervorragende Arbeit im Verein und im Kanuverband wurden ihm 1955 die silberne Ehrennadel des DKV, Landesgruppe Berlin und 1974 der Ehrenbrief des Deutschen-Kanu-Verbandes überreicht. Anlässlich unserer Feierlichkeiten zum 50jährigen Bestehen des HKC überreichte Frau Reichel, die damalige Senatorin für Familie, Jugend und Sport, das ihm von der Bundesrepublik verliehene Bundesverdienstkreuz.


Unsere eigenen Vereinsfarben

1936 legten die Vereinsmitglieder die Farben der Vereinskleidung fest, die bis zum heutigen Zeitpunkt so geblieben sind. Es entstand auch unser Clublied.

Um 1960 wird das Clublied gesungen

Erstmalig wurden auch in diesem Jahr die „erpaddelten“ Tages und Wochenendkilometer gewertet. Einen Pokal hierfür stiftete der HKC dem Verband. Neue Mitglieder konnten für den Club gewonnen werden. Und wieder wurde umgebaut. Aber auch der Rennsport kam nicht zu kurz. So konnten 1938 fünf Rennkajaks gebaut werden, die teilweise bis Anfang der 60er genutzt wurden.

1937 Taufe von 2 T6 und Anfahren (Anpaddeln)


1939 Wir werden sesshaft

Ostern 1939 wurde uns staatlicherseits gekündigt. Aber unser Verpächter Carl Dirk verpachtete uns von seinem Grundstück ein Stück Brachland. Eine rege Bautätigkeit begann. Der Wassersport ruhte in diesem Jahr nun vollständig. Durch erhebliche Unterstützung von Herrn Dirk und dem Einsatz vieler Mitglieder konnte am letzten August-Samstag im Jahre 1939 die Einweihung des neuen Bootshauses – es steht in fast unveränderter Form noch immer – gefeiert werden. Der erste Vorsitzende „Jac“ war im Verein als Bauherr und Bauleiter der „harte Mann“, doch bei der Einweihung war alles vergeben und vergessen.

Richtfest 1939 - unser dritter Anfang

Richtfest 1939 - unser dritter Anfang

1939 - Unser drittes Clubhaus steht

Am Sonntag früh gab es ein böses Erwachen. Den ersten Vereinsmitgliedern wurden ihre Einberufungsbefehle ins Bootshaus gebracht und genau acht Tage später begann der zweite Weltkrieg.


Der zweite Weltkrieg begann

Während des Krieges konnte der Vereinsbetrieb nur notdürftig aufrechterhaltenwerden. Wenn überhaupt, war nur Wandersport möglich. Die Vereinsgeschäfte führte auch in dieser Zeit Jakob Münnich mit teilweiser Unterstützung einiger Kameradinnen während seiner Abwesenheit. Viele eingezogene HKCer kamen nicht mehr zurück. Im Krieg fielen und an seinen Folgen starben 14 Vereinsmitglieder


Ein harter Neuanfang

Das Kriegsende brachte für den HKC den völligen Stillstand. Als einer der Erstenkehrte Jakob Münnich im Juni 1945 nach Berlin zurück. Er kümmerte sich um das teilweise zerstörte und völlig geplünderte Bootshaus. Um dasGebäude vor Witterungseinflüssen und Diebstählen zu schützen, vernagelte er notdürftig Fenster und Türen. Mit behördlicher Genehmigung war es ihm möglich, in der folgenden Zeit 12 Boote – darunter befanden sich auch zwei der fünf selbstgebauten Rennboote – sicherzustellen. Widrige Umstände, materielle Schwierigkeiten und die vorhandenen Trümmer erschwerten den Entschluss, wieder von vorn anzufangen. Einige Mitgliederkehrten zurück und neue Interessenten am Kanusport kamen hinzu.

1945: Eines der noch erhaltenen Rennboote

Unermüdlich, der schweren Zeit trotzend, wurde der Aufbau in Angriff genommen und das Vereinsleben begann langsam wieder zu pulsieren.

Ab 1946 wurde der HKC als kommunale Sportgruppe geführt. Er erhielt nach erneuter Eintragung in das Vereinsregister 1949 seine Lizenz und somit die behördliche Erlaubnis, wieder als Verein in der Landesgruppe Berlin des gerade wiedergegründeten DKV aufzutreten.


 

1950 der HKC wächst

Mit Beendigung der Blockade war für Berlin und auch für unseren Verein die schwerste Nachkriegszeit überwunden. 1950 wurde das dem Vereinsgelände vorgelagerte Schwemmland mit Trümmerschutt aufgefüllt, dadurch die Wiese vergrößert und der Hafen ausgebaut.

Erstmalig nach dem Krieg führten 1951 unsere Wanderfahrer wieder die blauweißen Farben des Clubs auf ausländischen Flüssen.
Die zwischenzeitlich wieder aufgenommene Trainingsarbeit mit neu gewonnenen jugendlichen Mitgliedern brachte erste gute Ergebnisse. So konnten ab 1955 die ersten Berliner Meistertitel im Kajakrennsport errungen werden. Es war im Jahr des 25jährigen Jubiläums den HKC’ern eine besondere Freude.
1957 wurde wieder gebaut. Aber dies- mal war es ein Kajakrennvierer. Auch hier war Jac der führende Mann. Mit Erlaubnis des Verpächters beseitigten wir die letzten Kriegsschäden und konnten uns somit ein 2850 qm großes Vereinsgelände schaffen. Dank großer Unterstützung eines fördernden Mitgliedes konnte ein Schritt in Richtung Komfort getan werden. Es entstand auf dem Gelände ein Toilettenneubau mit Dusche und Umkleideräumen.

Bau der Berliner Mauer

Durch den Bau der Mauer war es den HKC- Mitgliedern, die im Ostteil unserer Stadt wohnten, nicht mehr vergönnt, am Vereinsleben teilzunehmen. Die kameradschaftliche Verbindung blieb dennoch auf dem Postweg erhalten.

1964 errangen die Wanderfahrer mit einer durchschnittlichen Leistung vom 1200 km im Paddeljahr zum ersten Mal das „Blaue Band“.

Um 1965 – Dieter Schwabe im HKC

1969 begann die bis dahin wohl erfolgreichste Rennsportzeit des Vereins. Unter dem damals amtierenden Sportwart Herbert Allenberg konnten Heike Degen und Susanne Vater zu hervorragenden Erfolgen geführt werden.

1975 Heike Degen (2 v.l.) Herbert Allenberg


Die Gründung der KVH

Um den Anforderungen der anwachsenden Jugendgruppe im Rennsport gerecht werden zu können, schlossen wir uns 1973 mit den anderen Kanusport treibenden Heiligenseer Vereinen zu einer Rennsportgemeinschaft, der KVH (Kanu-Vereinigung Heiligensee), zusammen. Die KVH bestand bis 1984 noch mit WCH.


Eine Ära geht zu Ende

1975 legte der 1. Vorsitzende Jakob Münnich sein Amt nieder. Für seine Verdienste um den Club trugen ihm die HKC’er die Ehrenpräsidentschaft mit Sitz und Stimme im Vorstand an. Hartmut Senpf übernahm sein Amt.

Nach der Auflösung der KVH konnte der HKC noch lange im Jugendbereich eine führende Rolle spielen. So gelang es immer wieder einzelnen Sportlerinnen und Sportlern, sich an die internationale Spitze im Kajakrennsport zu setzen.


Der Fall der Berliner Mauer

Der Fall der Mauer brachte für unseren Sport neue Möglichkeiten, konnten doch wieder Regatten und andere Sportvergleiche durchgeführt werden. Die Wandersportgruppe im Club führte nun wieder Fahrten vom Vereinsgelände in die nähere Umgebung durch. Auch aus anderen Vereinen bekamen wir „verstärkt“ auf dem Wasserweg Besuch.

Nach wechselnden Sportkameraden als 1. Vorsitzende übernahm Gudrun Heimann im Jahre 1997 als erste Frau der Geschichte des Clubs dessen Führung und führt dieses Amt noch heute aus. Die „Bautätigkeiten“ kamen auch mit ihr nicht zu kurz. Dank großzügiger „Sponsoren“ aus den eigenen Reihen und dem unermüdlichen Arbeitseifer einiger Clubmitglieder konnten wir wieder etwas schaffen. So entstanden nacheinander eine weitere Bootshalle, ein Jugend- und Hantelraum und ein komplett umgebauter Sanitärtrakt mit Anschluss an die Stadtentwässerung und dem Einbau einer Sauna.

In gesellschaftlicher Hinsicht werden wir weiterhin alljährlich unsere Vereinsveranstaltungen durchführen. Sie sind fester Bestandteil unseres Vereinslebens.

Wir sind stolz auf das Erreichte. An uns und unserer Jugend liegt es, dieses dem Club zu erhalten und die Kameradschaft zu fördern.


Wandersport im Heiligenseer Kanu-Club e.V.

Rennsport im Heiligenseer Kanu-Club e.V.
 
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